Endodontologie
Mit der Gesundheit, Funktion, Gestaltung, Erkrankungen und Verletzungen an der Pulpa (Nervenstrang) befasst sich die Endodontologie.
Neben der Parodontologie, Karieologie und Kinderzahnheilkunde wird die Endodontologie zu der Gruppe der Zahnerhaltung zugerechnet. In Deutschland wurde das Potenzial der Endodontologie im Gegensatz zu anderen Ländern, welche die Entwicklung der modernen Zahnheilkunde beeinflusst haben, lange Zeit weit unterschätzt. Dies hatte zur Folge, das namhafte Fachvertreter die Endodontologie als Anhängsel der Kariologie sahen und erst in den letzten Jahren diese als eigenständige wissenschaftliche Therapieform anerkannten.
Endodontologie - Therapie
In dem Hohlraum, der in jedem Zahn vorhanden ist, befinden sich Nervengewebe und Blutgefäße. Jeweils ein Nervenstrang, fachsprachlich Pulpa genannt, befindet sich in einer Zahnwurzel, welcher sich im Bereich der Wurzelspitze jedoch häufig stark verzweigt. Die Pulpa kann durch Karies, Unfall oder funktioneller Überbelastung verletzt werden bzw. sich entzünden. Ist dies eingetreten, muss eine Wurzelkanalbehandlung vorgenommen werden.
Eine Wurzelkanalbehandlung ist in der Regel nicht schmerzhaft, da diese immer unter örtlicher Betäubung vorgenommen wird und meist, je nach Entzündungsgrad, in mehreren Behandlungssitzungen durchgeführt werden muss.
Zuerst wird der Wurzelkanal mittels feinster Feilen gereinigt, erweitert und abgestorbenes Nervengewebe entfernt. Danach wird in den Zahn eine medikamentöse Einlage eingebracht und er wird provisorisch verschlossen. Ist die Entzündung durch das Medikament abgeklungen, wird ein entsprechendes Füllmaterial eingebracht und der Zahn wird wieder dauerhaft verschlossen um ein erneutes Eindringen von Bakterien zu verhindern. Oftmals muss der stark geschwächte Zahn auch mit einer Krone versehen werden. Während des ganzen Therapieverlaufes werden, zu Kontrollzwecken, immer wieder Röntgenaufnahmen von dem geschädigten Zahn erstellt.
In den meisten Fällen ist die Therapie erfolgreich und der Zahn kann noch über viele Jahre erhalten bleiben. Durch die starke Verzweigung in den Wurzelspitzen, in den sich, wegen ihrer schweren Zugänglichkeit, immer noch Bakterien befinden können, kann es allerdings in manchen Fällen erneut zu Beschwerden kommen. Hier kann man dann durch eine chirurgische Entfernung der entzündeten Wurzelspitze nochmals versuchen, den Zahn auch weiterhin zu erhalten.
Text erstellt und veröffentlicht von der Werbeagentur Büdingen am 26.04.2012
Eventuell gleichlautende Textpassagen sind rein zufällig und nicht gewollt.